http://mirjamsoegner.com Mirjam Sögner, choreographer

MIRJAM SÖGNER

My Body in Me +14
(Comissioned by Dschungel Wien)

Fühle ich mich wohl in meinem Körper? Was drückt mein Körper aus? Und welche Möglichkeiten des Ausdrucks habe ich mit meinem Körper – in der Gruppe und alleine? Wie bewege ich mich in und mit ihm? Und verhält sich mein Körper in der Öffentlichkeit anders? Welche gesellschaftlichen und kulturellen Normen gibt es in Hinblick auf Körperbilder? Um welche Facetten kann man sie erweitern? Und wie finde ich zu meiner Individualität?

 

Von der Modewelt über Fitness bis zu Gesundheitsansätzen und verschiedensten Trends: der Körper wird oft zum Spielball von Eigen- und Fremdbildern und verschiedenen Gefühlen. Oft geht uns dabei das Wahrnehmungsgefühl für den eigenen Körper, seine Impulse und Bewegungen verloren. Gerade im Bezug zum Körper und der Bewegung sind wir von starken gesellschaftlichen Normen und Rollenbildern geprägt. Doch wollen wir wirklich diesen Körperbildern von außen entsprechen? Tun sie uns gut? Welche Funktion haben sie? Schützen sie uns? Wenn ja, vor wem oder vor was? Wir suchen nach dem Authentischen, nach Formen jenseits von Normen; doch was ist dies genau und wie bewegt sich das Unbekannte?

 

„My Body in Me“ wurde gemeinsam mit 40 Jugendlichen aus verschiedensten Nationen entwickelt. Sie sind StipendiatInnen des START-Stipendienprogramms, das engagierten Jugendlichen mit Migrationsgeschichte den Maturaabschluss ermöglichen, sie in ihren Talenten unterstützen und sie für eine aktive Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben stark machen will.

 

KÜNSTLERISCHE GESAMTLEITUNG / CHOREOGRAPHIE // Mirjam Sögner
DRAMATURGIE / TEXTWORKSHOP // Julia Perschon
REGIEASSISTENZ / PRODUKTION // Fidelis Hochstetter
REGIEASSISTENZ // Rino Indiono

Eine Koproduktion mit dem Dschungel Wien

 

Dschungel Wien, 8 – 11. April 2015

PREMIERE: 8.4.2015 – Dschungel Wien

 

Teaser
https://www.youtube.com/watch?v=F5CqSqRZPJM

 

Presse:

Junge Kritik
Kurier

 

Während „My Body is a Cage“ von Arcade Fire laut läuft, ver- und enthüllen die Jugendlichen sich und andere. Was zunächst recht sinnfreies Spiel ist, wird bald zur Imitation bedeutungsschwerer Aktionen. Diese Entwicklung von Semantischem aus scheinbar bloß Zufälligem, definitiv Pragmatischem, zieht sich durch die ganzen 50 Minuten. So wird aus dem gegenseitigen Einrichten und Positionieren bald eine Geschichte von Autorität und Auflehnung. Mehrsprachig und chorisch werden Texte gesprochen die von dem Alltag einer Jugendlichen in Wien genauso erzählen wie von den Vor- und Nachteilen von Heroin als Problem-Bewältigungsstrategie oder die Frage verhandeln, wem den nun der eigene Körper gehört. Ja, und eine ausgiebige Clubszene gibt es auch. Schwierig. So viel. Ansehen! Unbedingt!

Theresa Luise Gindlstrasser (Junge Kritik)

Fotos: Ani Antonova

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